Vor Ihrem Aufenthalt

Vor Ihrem Aufenthalt

Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Reha beantragen, welche Reha-Maßnahmen wir anbieten, welche Kosten auf Sie zukommen, welche Angebote wir Selbstzahlern und Gästen machen und wie Sie uns kontaktieren können.

So bereiten Sie Ihren Klinikaufenthalt vor

Die Behandlung bei uns steht grundsätzlich allen gesetzlich und privat Krankenversicherten sowie Selbstzahlern offen.

So kommen Sie zu uns in die MEDICLIN Schlüsselbad Klinik:

  • auf Veranlassung des Klinikarztes nach einem Krankenhausaufenthalt für eine Anschlussheilbehandlung (AHB), auch Anschlussrehabilitation (AR) genannt
  • durch Beantragen eines medizinischen Heilverfahrens (HV) bei Ihrem zuständigen Kostenträger
  • durch Anmelden direkt bei uns als Selbstzahler
  • durch Beantragen eines persönlichen Budgets bei der Deutschen Rentenversicherung oder der Gesetzlichen Krankenkasse

Ihr Recht auf Reha

Wenn Sie in der Sozialversicherung gesetzlich versichert sind, haben Sie nach § 4 Sozialgesetzbuch I ein Recht auf Reha-Maßnahmen zum Schutz, zum Erhalt, zur Besserung und zur Wiedererstellung Ihrer Gesundheit und Leistungsfähigkeit sowie zur wirtschaftlichen Sicherung bei Krankheit und Minderung der Erwerbsfähigkeit.

Reha-Antrag: Häufig gestellte Fragen

Wer kann mir bei der Antragstellung helfen?

Hilfe erhalten Sie z.B. bei Ihrer Krankenkasse oder Ihrer örtlichen Servicestelle für Rehabilitation. Einen Überblick über Beratungsangebote gibt außerdem die Deutsche Rentenversicherung auf Ihren Webseiten.

Kann ich mir meine Wunschklinik aussuchen?

Ja, Sie können sich Ihre Reha-Einrichtung nach § 8 Sozialgesetzbuch IX (SGB 9) selbst aussuchen. Haben Sie von Ihrem Kostenträger eine Liste mit Kliniken erhalten, können Sie eine davon wählen. Sie sind aber nicht dazu verpflichtet. Ihr Wunsch- und Wahlrecht üben Sie aus, indem Sie Ihrem Reha-Antrag ein ergänzendes Formular beilegen, in welche Klinik Sie gehen möchten.

Einen Vordruck finden Sie hier:

Ausführliche Informationen zum Wunsch- und Wahlrecht erhalten Sie hier.

Woher bekomme ich Anträge für eine Reha?

Ihren Reha-Antrag erhalten Sie direkt bei der Deutschen Rentenversicherung oder online zum Download als PDF-Dokument auf der MEDICLIN-Website zum Thema Reha-Antrag.

Was tun, wenn mein Antrag abgelehnt wird?

Es kann vorkommen, dass der Kostenträger Ihren Reha-Antrag ablehnt. Dann haben Sie vier Wochen Zeit, gegen diesen Bescheid schriftlich Widerspruch einzulegen. Sie haben ebenfalls das Recht, die vorgeschlagenen Einrichtungen abzulehnen und von Ihrem Wunsch- und Wahlrecht Gebrauch zu machen. Bitten Sie in diesem Fall schriftlich um eine Ummeldung in Ihre Wunschklinik.

Wie oft kann ich eine Reha bekommen?

Sie haben alle vier Jahre (und in dringenden Fällen auch öfter) Anspruch auf eine medizinische Rehabilitation. Voraussetzung ist, dass Sie erwerbsfähig, nicht dauerhaft aus dem Erwerbsleben ausgeschieden und bei der Deutschen Rentenversicherung versichert sind.

Wer übernimmt die Kosten, wenn mein Partner oder Kind eine Begleitung bei ihrer Reha benötigen?

Diese Kosten werden vom Kostenträger übernommen, wenn die Begleitung medizinisch erforderlich ist. Die Notwendigkeit kann Ihnen Ihr Haus- oder Facharzt bescheinigen. Bei der Aufnahme benötigen wir eine Kostenübernahmeerklärung Ihres Trägers, die Sie vorab beantragen müssen.

Wer übernimmt die Kosten, wenn mich mein Kind in die Rehabilitation begleiten muss?

Wenn Ihr Kind unter zwölf Jahre alt ist, zahlt der Kostenträger die Begleitung. Wahlweise wird auch eine Haushaltshilfe finanziert.

Kann ich eine Reha-Klinik wählen, die weit von meinem Wohnort entfernt liegt?

Bei Anschlussheilbehandlungen (AHB) sollte die Klinik möglichst im Umkreis von 100 Kilometern liegen. Bei Heilverfahren (HV) gibt es keine Entfernungsbegrenzung.

Erklärfilm zum Wunsch- und Wahlrecht

Wie Sie sich Ihre Wunschklinik selbst aussuchen können: Am Beispiel von Frau Müller zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Wunsch- und Wahlrecht anwenden können. Frau Müller hat vor Kurzem ein neues Hüftgelenk erhalten. Nun braucht sie eine Reha. Welche Schritte unternimmt Frau Müller, als sie die Reha beantragt?
 

Reha-Maßnahmen: Diese Behandlungsformen bieten wir an

Medizinische Rehabilitation (Heilverfahren)

Heilverfahren (früher auch Kuren genannt) sollen Ihre Gesundheit erhalten, bei der Genesung helfen, chronischen Erkrankungen vorbeugen und bisherige Behandlungserfolge stabilisieren. Sie können ambulant oder stationär erfolgen. Dabei werden nach ärztlichen Vorgaben überwiegend natürliche Heilmittel wie Krankengymnastik, Massagen oder medizinische Bäder eingesetzt.

Anschlussheilbehandlung (AHB), auch Anschlussrehabilitation (AR) genannt

Die Anschlussheilbehandlung beginnt unmittelbar (spätestens 14 Tage) nach einer Krankenhausbehandlung oder einer ambulanten Operation. Sie dauert normalerweise drei bis vier Wochen und kann bei medizinischer Notwendigkeit verlängert werden. Im Fokus stehen das Wiedererlangen verloren gegangener Funktionen und Fähigkeiten sowie das Heranführen an einen selbstständigen Alltag und das Berufsleben.

Anschlussgesundheitsmaßnahme (AGM)

Sind Sie privat krankenversichert und gleichzeitig Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung, oder ist für Sie aus medizinischen Gründen eine AHB nicht möglich, kann für Sie eine Anschlussgesundheitsmaßnahme infrage kommen. Die AGM unterscheidet sich von der AHB lediglich dadurch, dass sie später als zwei Wochen nach einem Klinikaufenthalt oder einer Operation beginnt.

Für Versicherte der AOK: AOKRehaPLUS

Das Zusatzangebot für Versicherte der AOK ist einzigartig in Baden-Württemberg: Sie erhalten wohnortnah eine ambulante Reha über fünf Wochen in der MEDICLIN Schlüsselbad Klinik und können zu Hause übernachten. Ein Fahrdienst holt Sie zu Hause ab und bringt Sie nach dem Ende der Behandlung wieder nach Hause. Pro Woche sind drei Behandlungstage vorgesehen. Das Erlernte können Sie zu Hause gleich umsetzen. Ausreichende Ruhetage sorgen dafür, dass Sie sich nicht überfordern. Ihren Eigenanteil müssen Sie nur für die tatsächlichen Behandlungstage entrichten. Zusätzlich erhalten Sie nach Abschluss der ambulanten Reha noch diverse Behandlungen wie Sport und Bewegungstherapie, Gangschulung, Koordinationstraining sowie eine ärztliche Abschlussuntersuchung.

Kofferpackliste

Was Sie für Ihren Reha-Aufenthalt mitbringen sollten: Diese Liste soll Ihnen Anregungen und Hilfe beim Kofferpacken geben. Es ist gut möglich, dass Sie nicht alle aufgeführten Dinge benötigen.

Kosten und Zuzahlungen

Wenn Sie sozialversicherungspflichtig versichert sind, übernehmen die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) oder die Gesetzliche Rentenversicherung (DRV) die Kosten für Ihre Reha. Ab dem 18. Lebensjahr müssen Sie eine Zuzahlung in Höhe von 10 Euro pro Tag leisten.

Je nach Kostenträger ist die Dauer der Zuzahlung innerhalb eines Kalenderjahres zeitlich begrenzt. Bitte beachten Sie, dass wir die Kosten für die GKV einziehen. Die DRV macht das selbst. Unter bestimmten Umständen besteht die Möglichkeit, sich von der Zuzahlung befreien zu lassen:

  • Deutsche Rentenversicherung: Begrenzung auf 42 Tage (HV) oder 14 Tage (AHB). Bei einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 1.247 Euro können Sie sich von der Zuzahlung befreien lassen. Bis 1.869 Euro netto ist der Zuzahlungsbetrag gestaffelt.
  • Gesetzliche Krankenversicherung: Begrenzung auf 28 Tage (AHB) oder unbegrenzt (HV). Hier ist eine Befreiung möglich, wenn die Zuzahlung zwei Prozent Ihres Bruttoeinkommens überschreitet.

Grundsätzlich keine Zuzahlung müssen Sie leisten bei:

  • ambulanten Rehabilitationsleistungen der Rentenversicherung
  • Rehabilitationsleistungen der Unfallversicherung
  • Bezug von Übergangsgeld
  • Kinderheilbehandlungen
  • AHB der Berufsgenossenschaft

Abhängig von der Ausgestaltung Ihres Tarifs übernimmt auch die Private Krankenversicherung (PKV) die Kosten für Ihre Reha.

Buchungsoptionen

Je nach Buchungsoption kommen Sie zu uns mit Unterstützung Ihrer Krankenkasse bzw. Ihres Rentenversicherungsträgers, als Selbstzahler (Privatpatient) oder als Gast mit Anwendung auf Rezept.

Begleitpersonen nehmen wir in begrenztem Umfang auch ohne Anwendungen und medizinische Betreuung auf – in einem eigenen Zimmer oder mit Zustellbett und mit Verpflegung. Die Nutzung von Hallenbad, Sauna und Wärmekabinen sowie die Teilnahme an Veranstaltungen und Vorträgen ist dann inklusive.

Abrechnung

  • Gesetzliche Krankenkasse und Deutsche Rentenversicherung: Liegt eine Kostenübernahmeerklärung vor, rechnen wir direkt mit dem jeweiligen Kostenträger ab. Lediglich Zuzahlungen begleichen Sie hier vor Ort.
  • Beihilfeberechtigte Privatpatienten: Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung rechnen wir direkt mit Ihnen ab, die Rechnungen für Anwendungen und Arzthonorar senden wir Ihnen zu.
  • Privatversicherte: Bitte beantragen Sie vor Beginn der Behandlung eine Leistungszusage, da sich Ihre Kasse nur mit dieser Zusage zur Leistung verpflichtet.
  • Gäste: Die Abrechnung machen wir direkt mit Ihnen am Abreisetag.
  • Beihilfenachweis: Als beihilfeberechtigter Patient gelten Sie als Selbstzahler. Holen Sie bitte vor Behandlungsbeginn einen Anerkennungsbescheid der zuständigen Beihilfestelle ein. Hierfür benötigt der Amts- oder Vertrauensarzt ein ärztliches Attest, das die Notwendigkeit der Maßnahme bescheinigt.
  • Ambulante Vorsorge- bzw. Reha-Maßnahme (ambulante Badekur): Sie werden in unserer Klinik wie ein Hotelgast behandelt. Die Gesamtrechnungen legen Sie im Anschluss Ihrer Krankenkasse zur Erstattung vor. Möglicherweise entsteht bei den medizinischen Leistungen ein Differenzbetrag von 75 bis 100 Euro wöchentlich, den Sie selbst entrichten müssen.

Weitere Informationen zum Download

Wie Sie uns kontaktieren können

Wulf Meueler

Wulf Meueler

Kommissarischer Kaufmännischer Direktor

MEDICLIN Schlüsselbad Klinik

Martina Börsig

Martina Börsig

Leitung Patientenaufnahme und Rezeption

MEDICLIN Schlüsselbad Klinik